Informationsseiten für den hochwertigen "analogen" Silbergelatineabzug

Literatur: gute Bücher für hochwertige S/W Fotografien im Fotolabor

Heute möchte ich eine Auswahl an guten Büchern vorstellen, welche sich konkret mit der Arbeit im eigenen Schwarz Weiß Fotolabor beschäftigen. Grundsätzlich behandele ich hierbei jedoch Bücher für Fortgeschrittene: Einen Handabzug im S/W-Labor herzustellen ist leicht und macht Spaß. Um einen in den Schatten „knackigen“ und in den Lichtern „samtigen“ Barytabzug anfertigen zu können, muss jedoch ein gewisses Maß an Theorie bestritten werden. Hierfür haben einige „Meisterprinter“ einige wenige Bücher veröffentlicht.

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Fotolabor BücherBücher mit dem Schwerpunkt Fotolabor

Sie finden bereits sehr viele Informationen für technisch gut gemachte Negative bzw. Handabzüge im Internet. Schauen Sie doch einmal auf meiner Linkseite vorbei! Und auch ich selbst habe hier ja bereits einige entsprechende Artikel auf dieser Internetseite geschrieben.
Noch etwas schöner und vielleicht auch effizienter ist es, sich in bestimmte Bereiche mittels einem Buch einzuarbeiten. An dieser Stelle möchte ich kurz einige solcher Bücher vorstellen, welche sich konkret mit dem „feinen Bild“ auseinandersetzen bzw. eher mit dem Weg zu einem solchen im heimischen S/W-Fotolabor.
Abraten möchte ich zunächst von alter Hobbyliteratur, die sich z. B. auf Flohmärkten findet. Sicherlich werden solche Bücher für Sie hilfreich sein – wenn Sie vorher noch nie ein Bild selbst entwickelt haben. Denn in diesen Büchern ist das Ziel, überhaupt zu einem Bild zu kommen. Ich möchte aber zu einem feinen Bild gelangen, um es einmal ganz knapp zu formulieren. Kurzum: greifen Sie zu „moderner“ Literatur ab ca. Mitte der 1980er Jahre, besser noch später. Denn gerade ab diesem Zeitpunkt stellte der Markt fotografische Neuheiten her, die es vorher gar nicht gab (Stichwort: Multigrade) und die einem aussagekräftigen, im Kontrast ausbalancierten Print sehr zuträglich sind. Denn auch der technische Anspruch an einem Bild steigt, je mehr Bilder in einer gewissen visuellen Kultur auftauchen.

Das Anfertigen eines aussagekräftigen und individuellen Handabzuges ist ein Kunsthandwerk. Daher ist es nicht verwunderlich, dass es hierzu nur eine Handvoll an Literatur gibt: Der Chefkoch verrät ungern seine Rezepte. Heute fristet die analoge Bildbearbeitung jedoch nunmehr ein Schattendasein bzw. wird kaum mehr Broterwerb sein können und entsprechende Experten werden viel eher bereit sein, über ihre Techniken Auskunft zu geben.

Gute Literatur zum Thema lässt sich immer an einem ganz bestimmten Merkmal ausmachen: Es muss zwingend auf das Sehen eingegangen werden. Man muss verstehen, wie unser Gehirn Bilder „aufnimmt“ bzw. was es an solchen als „schön“ empfindet. Eine reine Technikfiebel wird Ihnen hierbei sicherlich nicht genügen können. Gleichfalls zur visuellen Psychologie selbst sollte natürlich auch erklärt werden, wie derlei Dinge technisch im Fotolabor zu Bilde gebracht werden können. Anhand meines Beitrages „Von der Malerei lernen“ können Sie lesen, was ich genau meine. Wenn Ihnen für solche Herangehensweisen an eine gute eigene Fotografie die Geduld fehlt, werden Sie jedoch womöglich nur durch Zufälle an eine solche gelangen.

Neue Bücher

Buch Belichtung und FilmentwicklungBelichtung und Filmentwicklung
Way Beyond MonochromeWay Beyond Monochrome

Sämtliche Bücher, die ich hier vorstelle sind bereits nur noch antiquarisch oder z. B. über Amazaon (Händler) zu beziehen. Es gibt aber drei (mir bekannte) Ausnahmen: Als erstes wäre da unbedingt das Buch „Way Beyond Monochrome“ von Ralph W. Lambrecht und Chris Woodhouse zu nennen. Way Beyond Monochrome behandelt ausführlich sowohl den Positiv- als auch den Negativprozess und zwar immer mit dem Ziel des feinen Bildes. Es handelt sich hierbei nicht um eine Lektüre für Anfänger sondern für Leute, die bereits eigene Abzüge anfertigen können und ihre Technik präzisieren möchten. Das Buch ist äußerst reichhaltig bebildert, aktuell und derzeit in der zweiten Auflage z. B. bei Amazon erhältlich. Achtung: Es gibt lediglich eine englische Version. Sehen Sie sich auch die Website von Way Beyond Monochrome an. Einige Artikel kann man dort auch kostenlos einsehen. Wie gesagt, dieses Buch ist nichts für Anfänger.Vielmehr wird intensiv darauf eingegangen, wie man zu einem individuellen, überzeugenden Abzug gelangt.
Das zweite Buch, welches ich unter „Neue Bücher“ kurz erwähnen möchte, heißt „Belichtung und Filmentwicklung“ von Dr. Otto Beyer. Dies ist das einzige Buch, welches ich noch nicht in den Händen hatte und folglich darüber auch nicht so viele Worte verlieren kann. Offenbar wird sich hier dem reinen S/W-Negativprozesses angenommen:

Das Buch ist so gestaltet, dass im Selbststudium schrittweise das nötige Knowhow aufgebaut werden kann, um seine SW-Filme richtig zu belichten und zu entwickeln.

Wenn Sie sich die Website von Dr. Otto Beyer ansehen, dann stellen Sie schnell fest, dass der Autor sich sehr gründlich und wie ein Ingenieur mit technisch einwandfreien Negativen / Bildern beschäftigt. Auch dieses Buch ist z. B. auf Amazon erhältlich. Ich jedoch halte von einer solch wissenschaftlichen Herangehensweise an das Negativ weniger, als es offenbar der Autor tut: Das fotografische Schwarz-Weiß-Negativ ist ein Schwamm – Es ist in der Lage, eine Vielzahl an Bildinformationen über einen sehr hohen Kontrastumfang hinweg aufzusaugen. An dieser Stelle sollte man dem Film lediglich genug Licht geben und es mit der Entwicklungszeit nicht übertreiben. Zudem sollte man eine grobe Übersicht über die Arten von Filmentwickler haben und dies war es bereits.

ein Positiv-HandabzugWie so ein ausgiebiger Positivprozess aussieht, können Sie in meinem Artikel „Schritt für Schritt zum feinen Handabzug“ nachlesen.

Wesentlich wichtiger ist meiner Meinung / Einstellung nach der Positivprozess: Erst hier gilt es, das Rohmaterial (das Negativ) zu interpretieren! An dieser Stelle kommt es darauf an, die dort enthaltenen Informationen partiell auf das Fotopapier zu übertragen. Damit schafft man „eindrucksvolle“, „kräftige“ Bilder, ein Negativ, welches alle Bildinformationen birgt (was nicht schwer anzufertigen ist), voraus gesetzt.

Daher gilt meine dritte Empfehlung für aktuelle Bücher im Sektor S/W-Labor „Die Kunst der Fotografie“ von Bruce Barnbaum:

Bruce Barnbaum: Die Kunst der Fotografie

Im weiteren Verlauf dieses Artikels werde ich etwas ältere Bücher vorstellen, welche grundsätzlich nur das Thema Fotolabor behandeln. Bei Bruce Barnbaums Buch „Die Kunst der Fotografie“ ist dies etwas anderes: In dem opulenten Schmöker werden zwei Dinge vereint: Eine Didaktik, die vom reinen Reproduktionscharakter des Mediums Fotografie weggehen möchte und: Natürlich kostbares Wissen, was das Anfertigen qualitativ hochwertiger Abzüge im S/W-Fotolabor anbelangt. So ist dies tatsächlich das einzige Buch, welches ich kenne, in dem das Thema „Silbermasken“ („Unscharf-Maske“) zur nachträglichen analogen Schärfung des Abzuges behandelt wird.

Unscharf Maske im Labor

Hinweis: Ich besitze eine ältere englische Ausgabe von Bruce Barnbaums „Die Kunst der Fotografie“. Dieses Buch aus dem Jahre 2010 gibt es jedoch mittlerweile auch auf deutsch.

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Weitere Themen sind (Auswahl):

  • Unterscheidung zwischen lokalen und globalen Kontrast
  • Techniken zum Abwedeln / Nachbelichten: Interpretieren des Negativs
  • die Besonderheiten von Multikontrastpapier
  • Selentonung um Schatten zu verstärken
  • Farbabzüge (inkl. Kontrastminderungsmöglichkeiten)

Bruce Barnbaum Buch

ein Buch für das Fotolabor

Neben wichtigem Laborwissen – oben sehen Sie den Abschnitt über verschiedene Kipprhytmen – kommen in dem Buch auch Themen zur Sprache, die z. B. das Licht während der Aufnahme selbst behandeln. Weniger wird in dem Buch jedoch auf gewisse „Baics“ eingegangen: Bruce Barnbaums „Die Kunst der Fotografie“ ist klar eine professionelle Lektüre für Fortgeschrittene.

*Bruce Barnbaums "Die Kunst der Fotografie" ist ein fotografisches Lehrbuch, bei dem das Motiv selbst im Vordergrund steht bzw. dessen Herangehensweise besprochen wird. Weniger wird auf fotografische Aufnahmetechnik eingegangen. Technisch interessant wird es jedoch in puncto Nachbearbeitung im Fotolabor. Hier zeigt Barnbaum u.a. die Tricks der Dunkelkammer, die man in Anfängerbüchern vergeblich suchen wird: Dieses Buch hilft dem Leser dabei, mit der Fotografie etwas neues zu Schaffen, schöpferisch zu werden. Auf Amazon kann man auch in dieses Buch hinein schnuppern.

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Techniken zum Vergrößern

In dem Buch gibt es viele sehr hochwertig reproduzierte Bilder. Es gibt jedoch auch eine Menge Text: Der Weg zum qualitativ hochwertigen Handabzug im eigenen S/W-Labor kann nicht abgekürzt werden.


Nun stelle ich einige ältere Veröffentlichungen zum Thema Fotolabor vor. Als erstes sollen die beiden Klassiker schlechthin nicht unerwähnt bleiben:

Ansel Adams: Das Negativ & Das Positiv

Ansel Adams BücherAnsel Adams: Das Negativ; Das Positiv

Neben den Büchern von Andreas Feininger zählen die Veröffentlichungen von Ansel Adams sicherlich zu den bekanntesten Büchern auf dem Gebiet. Sie bilden sozusagen den Standard und viele spätere Bücher basieren auf jene. Wie die Titel bereits andeuten, deckt Band 1 den Negativprozess ab und Band 2 den des Positivs (ja, das Seiten-Menü von silberbild.info ist auch daran angelehnt). Einen großen Raum nimmt das sogenannte Zonensystem ein. Diesen Bereich muss nicht unbedingt so viel Beachtung geschenkt werden: Denn das Zonensystem ist hier zum einen dafür da, den Negativkontrast genau dem Kontrastumfang des Papiers anzupassen, was zum einen dank Multigradepapier nicht unbedingt mehr nötig ist. Zum anderen funktioniert dies ohnehin nur sinnvoll mit Kameras mit abnehmbaren Rückteilen bzw. Einzelbildkassetten. Dennoch sind die Bücher sehr zu empfehlen, auch wenn ein ganz wichtiger Punkt kaum Beachtung findet: die partielle Kontraststeuerung via Splitgrade. Dafür sind die Bücher schon zu alt.
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*Ansel Adams: Das Positiv zählt zweifelsohne zu den bekanntesten und besten Lehrbüchern für das S/W-Labor. Auf Amazon sind noch wenige Exemplare erhältlich.

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Wichtig bei guten Büchern wie diesen: Es wird auf lokale Bildeigenschaften eingegangen. Adams demonstriert also zum einen seine Techniken (und dies sehr verständlich und gut bebildert). Zum anderen sagt er aber auch warum gerade jetzt z. B. die Ränder nachbelichtet werden sollten oder wie man es verhindert, dass der Vordergrund leblos und schwer wirkt.

Zu den beiden Bändern gehört eigentlich noch ein dritter: „Die Kamera“. Aber dessen Inhalt soll hier nicht Thema sein.

Ansel Adams Bücher bei Amazon

Andreas Weidner: Perspektive Fine Art & Workshop

Andreas Weidner Buch„Perspektive Fine-Art“
Weidner Workshop„Workshop“

Wer bei den Büchern von Adams eine gwisse Aktualität vermisst, was Technik und Verbrauchsmaterial anbelangt, greift zu einem aktuelleren Buch. Mir hatte seinerzeit „Perspektive Fine-Art“ (von 2003) von Andreas Weidner sehr geholfen. Der Inhalt ähnelt thematisch dem von Adams Büchern. Doch die Abbildungen sind in einer weit höheren Qualität gedruckt, die Beispielbilder sind viel aussagekräftiger. Es wird auf aktuelleres Material (Film, Chemie, Papier) eingegangen.
Ein Weiteres Buch von Weidner trägt den Titel „Workshop“. Es ist eigentlich ein Vorgänger von „Perspektive Fine-Art“ und die Inhalte überschneiden sich thematisch größtenteils. Wer eines der beiden Bände günstig beziehen kann: zugreifen. Wer bisher nur „Spaß-Im-Hobbylabor-Bücher“ in den Händen hielt, wird schnell einen Unterschied feststellen!

Perspektive Fineart Buch

Perspektive Fineart Buch

Perspektive Fineart Buch

Workshop Buch

Workshop Buch

Perspektive Fine Art bzw. Workshop Monochrome sind zwei Bücher, welche zunächst einen Gegenstand im Vordergrund haben, auf welchen in den vielen Hobbylabor-Leitfäden gar nicht eingegangen wird: Das Sehen bzw. die Psychologie dahinter. Das Buch geht zunächst von dem aus, was das Auge erfreut und behandelt hernach gewisse Techniken, wie eine solche „Fine Art“ technisch im Fotolabor realisierbar ist.

*Zwar gibt es viele Bücher zum Thema S/W-Handabzug. Bei den meisten ist das Ziel jedoch meist nur der "profane" Abzug. Way Beyond Monochrome widmet sich dem feinen und individuell angefertigten Silbergelatineabzug, der nicht nur eine bloße Kopie des Negativs sein möchte. Obacht: Es liegt nur in englischer Sprache vor. Auf Amazon kann man einen Blick in das Buch werfen.

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Denn zunächst muss einem ja klar sein, was es ist, was gewisse Handabzüge so gut aussehen lässt, bevor man selbst ans Werk geht. Seinerzeit im Fotografiestudium hatte ich die Bücher mit hohem Eifer „verschlungen“ bzw. mir Notizen gemacht. Die beiden Bücher von Andreas Weidner waren mir eine wichtige Quelle. Sie besitzen eine weit höhere Qualität als jene „Zum-schnellen-Bild-im-Hobbylabor-Bücher“.

Ich erinnere mich an dieser Stelle an einen Satz meiner damaligen Lehrerin: „Für einen qualitativ hochwertigen Barytabzug [für ein Unikat] steht so mancher einen ganzen Tag lang im Labor.“ Das klang mir erst etwas frustrierend. Es ist aber nicht unrealistisch: Ein hochwertiges Unikat in hoher Qualität bedarf Geduld und Zeit. Mit der Übung und Erfahrung jedoch kann man jene verkürzen.

Bücher von Andreas Weidner bei Amazon

Larry Bartlett, John Tarrant: Workshop Schwarzweiß-Printing

Buch: Workshop S/W-PrintingWorkshop S/W-Printing

Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes: Im ersten Teil wird auf gängige „Feinheiten“ eingegangen (Nachbelichten, Abschwächen, Gradationssplit usw.) – das ist jetzt noch nichts Besonderes und wird in den zuerst genannten Büchern ausführlicher gelehrt, was aber keinesfalls heißen soll, dass dieser Bereich des Buches „Workshop Schwarzweiß-Printing“ von Larry Bartlett und John Tarrant von minderer Qualität ist: Auch hier hält man einen doch recht modernen Band in den Händen. Im zweiten Bereich des Buches aber wird es interessant: Hier werden viele Bilder vorgestellt und Schritt für Schritt deren Vergrößerung besprochen.

In Bartletts und Tarrants Buch wird ausführlich vorgestellt, wie man verschiedenste Negative interpretieren kann, wie man zu einem aussagekräftigen, individuellen Print gelangt.

Dies ist (für mich zumindest) ein ganz wichtiger Punkt. Kaum eines meiner eigenen Negative (das „Basismaterial“) vergrößere ich 1:1 – Immer steht zunächst die Frage im Raum, wie ich jenes am wirkungsvollsten zu Papier bringen könnte.

Ich überlege mir zunächst eine Vergrößerungstaktik. Und genau darauf wird im Buch eingegangen. Zugegeben: Teilweise wird sich an den vorgestellten Bildern reichlich ausgetobt. Man muss kaum in 10 Schritten mit drei unterschiedlichen Gradationen Nachbelichten, es geht auch einfacher, um eindrucksvolle Prints anfertigen zu können. Aber das Prinzip zählt und wird hier wie in keinem anderen mir bekannten Buch vermittelt. Wenn Sie dieses Buch irgendwo günstig sehen: unbedingt zuschlagen. Meine Arbeitsweise / Ergebnisse hatte es sehr zum Positiven beeinflusst.

Bartlet Tarrant Workshop S/W

Bartlet Tarrant Workshop S/W

Bartlet Tarrant Workshop S/W

Wie gesagt: Ein sehr gutes Buch. Ein ähnliches kenne ich nicht auf deutsch. Nach dem Workshop auf Amazon suchen.

Ein Leser dieser Seite hatte mit freundlicherweise auf einen kleinen Übersetzungsfehler aufmerksam gemacht:

Versuchen Sie als Ausgangspunkt den Film mit zwei Dritteln bis zur Hälfte der Empfindlichkeitsangabe des Herstellers zu belichten und entsprechend die Belichtungszeit um 10 bis 20 Prozent zu verkürzen.

Mit „Belichtungszeit“ wird eher „Entwicklungszeit“ gemeint sein, welche bei einer üppigen Belichtung besser etwas verkürzt werden sollte. Dies aber nur am Rande.

Tony Worobiec, Ray Spence: Workshop Monochrom: Und weitere Kunst-Printing-Techniken

Monochrom BuchWorobiec, Spence: Workshop Monochrom

Hier ist ein weiteres Buch von zwei Fotografen, die Ihre Bilder und die Herangehensweise daran genau beschreiben. Zunächst werden die typischen „Tricks“ in der Dunkelkammer wie z. B. die Zweibadentwicklung (braucht man dank Multigrade nicht mehr) oder das „Anziehenlassen“ der Lichter mittels Soda erklärt. Also Punkte, die im gemeinen Fotohobbybuch eher nicht beschrieben werden. Ebenfalls werden die diversen Toner vorgestellt wie beispielsweise auch der Selentoner. Den größten Teil aber nimmt das ein, worauf ja auch der Buchtitel von Tony Worobiec und Ray Spence eingeht: auf sogenannte Kunstprinttechniken und Colorierungen (z. B. mittels Airbrush). Dies ist ein Gebiet, welches mich persönlich gar nicht interessiert. Aber vielleicht möchten Sie vielleicht Bilder via Salzdruck oder Gummidruck erstellen? Hier ein Foto vom Inhaltsverzeichnis des Buches anhand dessen Sie sich einen guten Eindruck vom Inhalt machen können:

InhaltsverzeichnisBei Klick auf das Foto können Sie das Inhaltsverzeichnis auch noch etwas Vergrößern. Verwenden Sie hierzu am besten einen Rechtsklick und öffnen Sie den Link in einem neuen Fenster / Tab. Sonst wird nur eine in der Größe angepasste „Overlay-Grafik“ angezeigt.

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Und hier noch zwei weitere Ansichten aus dem besprochenen Buch:

Buch Workshop

Labor Buch

Nach dem Workshop Monochrome auf Amazon suchen.

Barry Thornton: Edge of Darkness

Barry Thornton Buch Edge of DarknessBarry Thornton: Edge of Darkness

Hier ist ein weiteres wichtiges Buch, welches allerdings lediglich auf Englisch existiert: „Edge of Darkness“ von Barry Thornton. Wer keine Probleme mit dem Englischen hat, hält hier wohl ein Buch in den Händen, welches keine Wünsche offen lässt, was Techniken und Herangehensweise für eine feine Fotografie anbelangt. Das Besondere an Thorntons Buch ist tatsächlich der poetische Stil. Ich persönlich komme sowohl mit dem Englischen als auch mit eben dem zu ausführlichen Schreibstil nicht ganz so zurecht und habe „Edge of Darkness“ lediglich durchgeblättert. Doch darf dieses bekannte Buch dennoch nicht in meiner kleinen Sammlung hier fehlen.

Illustrated with Barry Thornton’s own stunning landscape pictures, each chapter is interlaced with technical detail and personal feelings.

Buch von Thornton

Buch von Thornton

Buch von Thornton

Viele (gute und hilfreiche) Bildbeispiele sind auch bei diesem Buch obligatorisch.
Auf Amazon kann man sich noch einige Rezensionen durchlesen sowie einen kurzen Blick ins Buch werfen.

Zeitschrift: Foto Hobby Labor

Zum Abschluss möchte ich noch auf eine Zeitschrift hinweisen, welche heute natürlich nicht mehr publiziert wird: Foto Hobby Labor.

Diese Zeitschrift müsste in den 1970er bis Mitte 1990er (?) herausgebracht worden sein.

Foto Hobby Labor Zeitschrift

Hier findet man zum einen natürlich eine Vielzahl an (teilweise uninteressanten) Produkttests. Zum anderen aber eine Menge an Tipps und Hinweisen. Gerade die Rubrik der Leserbriefe ist sehr interessant. Die Zeitungen tauchen immer mal wieder bei Ebay auf. Am besten, man ergattert ganze Jahressammlungen.

* Fotografieren mit analogen Plastikkameras, Einwegkameras und "Lomokameras", dies ist das Thema dieses Buches. Der Autor zeigt, was für kleine Kunstwerke mit solchen einfachen Fotoapparaten und Lochkameras möglich sind und wie dies gemacht wird. Auf Amazon kann man durchaus einen Blick in dieses Buch werfen.

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schalenwaermer

Eine Beispielseite aus „Photo Hobby Labor“. Erklärt ist der Selbstbau eines Schalenwärmers, wenn die Umgebungstemperatur der Dunkelkammer zu kalt ist und der Entwickler entsprechend an Temperatur verliert bzw. das Entwickeln dann zu lange dauert. Öffnen Sie den Link in einem neuen Fenster (Rechtsklick) und Sie erhalten eine noch etwas höher aufgelöste Version.

Eine aktuelle Zeitschrift ist übrigens „PhotoKlassik„. Auch hier wird immer wieder auf das Thema Fotolabor eingegangen.

Haben Sie noch weitere Buchempfehlungen?

Artikeldatum: 14.07.2014 / letzte Änderung: 11. Mai 2017

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Momentchen – Es gibt hier noch mehr interessante Artikel:

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leider noch keine Anmerkungen

Hinweis: Auch, wenn in den Texten alles sehr förmlich gehalten ist: Ich bin durchaus auch ein Freund des Dus und freue mich über Kommentare.





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